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Anerkannter Ausbildungsbetrieb

Planer oder Generalunternehmer? Der Planer als Partner in Generalunternehmerprojekten


Braucht man überhaupt noch einen Planer, wenn man einen Generalunternehmer gefunden hat? Wir meinen: Ja! Auch wenn der Generalunternehmer ein komplettes Paket liefert, sollte man sicher gehen, dass das Richtige drin ist.

Früher wurden die Logistik Planungen für Lager- und Materialflusssysteme vorwiegend durch die Lieferanten der Logistikkomponenten erbracht. Mit zunehmender Komplexität wurden Logistikberater erforderlich, die ganzheitlich die Einzelkomponenten eines Logistikzentrums zu einem funktionierenden Gesamtsystem zusammenstellten und dabei das Ziel verfolgten, die Einzelgewerke aus einer Vielzahl von Lieferanten mit minimalen Investitionen einzukaufen.

Da die Verantwortlichkeiten und Garantien bei diesen Verfahren sehr schwierig abzugrenzen waren, übernahmen im weiteren Verlauf Lieferanten von großen Gewerken die Gesamtverantwortung. Diese Generalunternehmer übernehmen die Verantwortung für die Funktionalität und Leistungsfähigkeit eines Gesamtsystems, erbringen dabei aber oft nur das Engineering und die eine oder andere Teilkomponente in ihrem eigenen Lieferumfang.

Im Zuge dieser Entwicklung wurde die Rolle des Logistikberaters zunehmend in Frage gestellt.

Häufig auftretende Fehlplanungen, schwierige Anläufe und schlechte Performance bei Generalunternehmerprojekten zeigen jedoch, dass auch bei einer Vergabe an einen Systemintegrator ein neutraler Berater als Interessenvertreter des Bauherrn zum Erfolg eines Projektes erheblich beiträgt.

Um diesem Umstand Rechnung zu tragen, bietet integral logistics unterschiedliche Varianten der Projektabwicklung an, die von der klassischen Einzelvergabe bis zur Synthese von unabhängigem Berater und Systemintegrator reichen.

Aufgrund der umfangreichen technischen Kompetenz der Generalunternehmer für viele Einzelkomponenten ist es häufig sinnvoll, dieses Wissen schon frühzeitig in die Konzeption eines Logistikprojekts zu integrieren.

So können zum Beispiel auf Basis einer technisch-organisatorischen Konzeption unterschiedliche Generalunternehmer in einem Ideenwettstreit verschiedene Detaillösungen erarbeiten. Die Vor- und Nachteile der verschiedenen Konzepte werden durch einen unabhängigen Logistikberater gegenübergestellt und bewertet. Das ausgewählte Konzept sorgt in Verbindung mit geeigneten IT-Strukturen und einer angepassten Vergabeform für einen optimalen Ablauf des Logistikprojektes.

Erfahrungen aus einer Vielzahl von Logistikprojekten haben gezeigt, dass die Projektarbeit, über die Vergabe hinaus, das Projektmonitoring eines unabhängigen Beraters erfordert, denn nur so kann sichergestellt werden, dass alle Vereinbarungen aus der Planungs- und Angebotsphase auch wirklich umgesetzt werden. Im Falle von Unstimmigkeiten steht er als kompetenter Ansprechpartner für beide Vertragspartner zur Verfügung.

Diese Aufgabenstellung erfordert strategisch denkende Logistikberater, die die Marktsituation beurteilen können und die Möglichkeiten moderner Logistik in die Konzeptionen einbringen, wie zum Beispiel veränderte Distributionsstrukturen mit neuen geographischen Standorten, durch Globalisierung oder Ost-Erweiterung, geänderte Schnittstellen und Zuständigkeiten zwischen Produzenten und Händlern, z.B. durch VMI-Konzepte oder die Beschaffungslogistik, neue Verantwortlichkeiten im Logistikprozess durch Service Level Agreement oder eine verursachergerechte Kostenverrechnung.

Der Einsatz von unabhängigen Logistikberatern ist zu empfehlen, denn diese werden von keinem Produktinteresse getrieben. Einziger Maßstab ihres Einsatzes ist der Erfolg des Auftraggebers, gemessen an Liefergeschwindigkeit, Qualität und Logistikkosten.

Investitionseinsparungen von bis zu 20% in von Beratern geführten Projekten im Vergleich zum Ursprungsangebot zeigen deutlich, dass auch in der Zukunft der Einsatz von neutralen unabhängigen Logistikberatern für eine zeit- und kostenoptimale Durchführung von Logistikprojekten sinnvoll und notwendig ist.