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10 Jahre integral Interview mit Wolfgang Seifert und Guido Lehrke



Das 10jĂ€hrige FirmenjubilĂ€um von integral haben wir zum Anlass genommen ein kleines Interview mit unsern beiden GeschĂ€ftsfĂŒhrern zu fĂŒhren - ĂŒber die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft.


10 Jahre integral, wie fĂ€llt Ihr ResĂŒmee aus?

Wolfgang Seifert:

In den letzten 10 Jahren hat sich die Logistik grundlegend verÀndert. Standen Ende der 90er Jahre die Logistikkosten im Vordergrund wird heute erheblich mehr Wert auf Service, Schnelligkeit und QualitÀt gelegt.
Die Dienstleistungen sind individueller und werden den jeweiligen Branchen- und KundenwĂŒnschen umfassend angepasst. Die Logistik hat sich zu einer Dienstleistungsdisziplin entwickelt und so ein Alleinstellungsmerkmal generiert mit der Unternehmen sich vom Wettbewerb abheben.



Als im April 2003 der Grundstein fĂŒr integral gelegt wurde, wie sollte das GeschĂ€ftsmodell aussehen?

Guido Lehrke:

Als wir 2003 integral erneut grĂŒndeten, war der Schwerpunkt unserer Beratungsleistungen die operative Lagerabwicklung mit Gestaltung der Systeme und deren Dimensionierung. Diese Dienstleistungen sind auch heute noch eine der Kernkompetenzen von integral. Jedoch haben sich die Schwerpunkte unserer Projekte in Richtung Strategieszenarien und Prozessgestaltung entwickelt.

Der Lagerverwaltung und Materialflussteuerung kommen heute eine viel umfassendere Bedeutung in unseren Logistikprojekten zu. Ebenso ist die Schnittstelle zwischen Produktion und Logistik fließend geworden. Produktionsprozesse stellen Anforderungen an die logistische Versorgung und Logistikprozesse beeinflussen die Produktionsgestaltung direkt, wie zum Beispiel in den Lean AnsĂ€tzen.



Was sind die wichtigsten Erfolgsfaktoren der integral Unternehmensgeschichte?

Wolfgang Seifert:

Erfolgsfaktoren unseres Beratungsunternehmens sind in erster Linie die Mitarbeiter. Diese arbeiten nach Methoden und Verfahren, die wir im Laufe der Jahre stÀndig weiter entwickelt haben. Dabei orientiert sich die gesamte Planung am Kundennutzen und den daraus abgeleiteten effizienten Logistikprozessen.

Diese Fokussierung auf ProzessablĂ€ufe, insbesondere bei SAP-Projekten, fĂŒhrte zu einer Reihe von Großprojekten. Kommt SAP als zentrales IT-System zum Einsatz, resultiert daraus hĂ€ufig, dass die Lagerverwaltung ĂŒber ein Modul von SAP, z.B. EWM abgewickelt wird.

Großprojekte mit dreistelligen Investitionssummen in der Unternehmensgeschichte von integral waren das weltweite Ersatzteillager von Porsche in Sachsenheim und das EuropĂ€ische Distributionszentrum von DEPOT in Niedernberg. Ebenso wurden im Laufe der letzten 10 Jahre eine Vielzahl von interessanten Logistikprojekten in Handel, Industrie und bei Dienstleistern geplant und realisiert, wie z.B. Busch-Jaeger Elektro, Esprit, Kaldewei, Qiagen und BLANCO.



           


 




Wie hat sich die Logistik in den letzten 10 Jahren geÀndert und wie hat dies die Abwicklung Ihrer Projekte beeinflusst?


Guido Lehrke:

Auf VerĂ€nderungen im Kundenverhalten muss die Logistik permanent reagieren. Dabei haben die Explosion der Sortimente und die Individualisierung der KundenwĂŒnsche zu entscheidenden VerĂ€nderungen in der Logistik gefĂŒhrt.

Die Anforderungen an die Logistik sind, bei höherer Effizienz, schneller und qualitativ hochwertiger zu werden, mit dem Ziel den Servicegrad durch Bevorratung der richtigen Artikel bei reduziertem Gesamtbestand zu verbessern.

Bei den technischen Systemen haben sich besonders im Kleinteilebereich durch eine Vielzahl unterschiedlicher Shuttle-Techniken neue Lösungsmöglichkeiten ergeben. Kommissionierleistungen bis 1000 Positionen pro Mitarbeiter und Stunde waren vor 10 Jahren undenkbar.

Direkten Einfluss auf die Gestaltung der Logistikzentren haben die Lagerverwaltungssysteme. Der Trend zu Standardlagerverwaltungssystemen ist ungebrochen. Besonders bei Unternehmen, die SAP als ERP-System einsetzen, werden durchgÀngige IT-Lösungen favorisiert.


Wie sieht das Dienstleistungsportfolio von integral aus und welche Anforderungen stellt hier der Kunde?

Wolfgang Seifert:

Das Dienstleistungsportfolio unseres Unternehmens ist in den letzten Jahren immer umfangreicher geworden. Bei Investitionsentscheidungen in zweistelliger Millionenhöhe werden Eckpunkte fĂŒr die Unternehmensentwicklung in den nĂ€chsten 20 Jahren gesetzt. Dazu werden alle erdenklichen Strategieszenarien analysiert und bewertet. Deswegen haben wir unsere Dienstleistungen insbesondere im strategischen Bereich stark ausgebaut und weiter entwickelt.

Die objektive Beurteilung der unternehmenseigenen Logistikleistung im Vergleich zu Mitbewerbern in Form von Benchmarks und die Auswahl eines geeigneten Standortes fĂŒr ein Logistikzentrums sind fĂŒr den spĂ€teren Erfolg eines Großprojektes enorm wichtig. Hierbei unterstĂŒtzen wir unsere Kunden auch in strategischen Fragestellungen.

Nach der Planung und Realisierung eines Logistikprojektes hat sich gezeigt, dass bis zum Vollbetrieb erheblicher Aufwand fĂŒr die Schulung der Mitarbeiter und das Hochfahren des Gesamtsystems aufzuwenden ist. Hierzu hat integral Dienstleistungen wie Change Management und AnlaufunterstĂŒtzung entwickelt.



Wie hebt sich integral von seinen Mitbewerbern ab?

Wolfgang Seifert:

integral ist ein gut aufgestelltes Unternehmen und entwickelt seine Dienstleistungen permanent weiter. Die NÀhe zu UniversitÀten und Hochschulen stellt sicher, dass auf alle neuen Entwicklungen und Trends zugegriffen werden kann.

Im Laufe der Jahre haben wir unsere Methoden mit Hilfe von Planungstools standardisiert, so dass wir in der Lage sind kundenindividuelle Lösungen effektiv und wirtschaftlich zu planen und zu realisieren.

Als Basis fĂŒr die Projektgestaltung verwendet integral die Standardprozesse in den Lagerverwaltungssystemen. Abweichungen sind nur auf Grund besonderer Anforderungen möglich. So wird sichergestellt, dass sich die Probleme möglichst nah am Standard orientieren und eine einfache Umsetzung möglich wird.



Was sind die Trends in der Logistik und wie wird integral auf diese reagieren?

Guido Lehrke:

Ein Megatrend in der Logistik ist weiterhin die Globalisierung, die zu immer höherer Arbeitsteilung fĂŒhrt. Die komplexen physischen Logistikprozesse sind nur mit einer parallelen Begleitung durch die Informatik möglich. Weitere Optimierungen werden nur in der Durchdringung der Logistik mit IT möglich sein.

integral wird weiterhin versuchen, die KomplexitĂ€t der Systeme zu reduzieren. Die globalen Logistikketten erfordern die VisibilitĂ€t auf allen Stufen der Supply Chain. Dies wird zukĂŒnftig Bestandteil jeder Prozessgestaltung sein.

In der technischen Logistik werden sich flexiblere Lager- und Kommissioniersysteme durchsetzten. Systeme mĂŒssen auf- und abwĂ€rts skalierbar sein, um sich den jeweiligen Marktentwicklungen anpassen zu können.

Die demographische Entwicklung der berufstĂ€tigen Bevölkerung wird weiterhin die Automatisierung in Logistikzentren voran treiben. Körperlich schwere Arbeiten werden zukĂŒnftig von Maschinen durchgefĂŒhrt, dies wird durch eine umfassende Informationstechnik begleitet.



Wenn Sie heute nochmal starten wĂŒrden, was hĂ€tten Sie anders gemacht?

Wolfgang Seifert:

Seit der GrĂŒndung unseres Unternehmens vor 10 Jahren ist integral bis heute eine Erfolgsstory.

Die Wahl des Standortes Dortmund mit einer logistikorientierten UniversitĂ€t war und ist ein Erfolgsgarant fĂŒr Know-how und Mitarbeiterentwicklung.

Motivierte Mitarbeiter sowie die Mischung aus erfahrenen Praktikern und wissenschaftlich ausgebildeten Beratern ergibt eine effektive und effiziente Symbiose zum Nutzen unserer Kunden.

FĂŒr uns als Gesellschafter hĂ€tte der Schritt in die SelbststĂ€ndigkeit schon erheblich frĂŒher erfolgen sollen, da erst dadurch die Möglichkeit fĂŒr eine nachhaltige und erfolgreiche Unternehmensgestaltung gegeben war.